Homeland Security sucht Rat bei Science-Fiction Autoren

Homeland Security - SciFi KonferenzHomeland Security – der amerikanische Heimatschutz, verantwortlich für den Schutz der amerikanischen Bevölkerung und des Staatsgebietes vor terroristischen und anderen Bedrohungen – lud in diesem Monat eine handvoll bekannter Science-Fiction Autoren zu einer Konferenz über Wissenschaft und Technik ein. Wie die Zeitung USA Today gestern berichtete, ging es dabei um Theorien und Ideen wie man in Zukunft terroristische Anschläge verhindern könnte – insbesondere in Hinsicht auf unvorstellbare und gar “verrückte” Szenarios.

(Foto: H. Darr Beiser, USA TODAY)

Vor 15 Jahren gründete Arlan Andrews eine Gruppe namens “Sigma”, bestehend aus verschiedenen Autoren des Science-Fiction Genres. In dieser Gruppe wurden Zukunfts-Szenarios diskutiert, die durchaus aus ihren eigenen Büchern stammen könnten, allerdings unter wissenschaftlichen Gesichtpunkten. Die Gruppe, zu denen u.a. auch Greg Bear gehört, gaben bereits in der Vergangenheit Ratschläge an die Regierung ab.


Die Idee, Science-Fiction Autoren für die Ausarbeitung von Zukunfts-Szenarios um Rat zu fragen, ist gar nicht so verkehrt. Schließlich tun die Schriftsteller den ganzen Tag nichts anderes als sich mit Technologie und Zukunft auseinander zu setzen. Was heute noch Science-Fiction ist, könnte morgen bereits Realität sein. In der Literatur gibt es dazu genug Beispiele:

Unter anderen erwähnte H.G. Wells (”Krieg der Welten”, “Die Zeitmaschine”) bereits Atombomben, Flugzeuge oder auch Fernsehen bevor es dieses in der realen Welt gab. Robert Heinlein schrieb in seinen Büchern von Mikrowellen, Mobiltelefonen und Wasserbetten; Arlan Andrews selbst über kommerziellen Weltraum-Tourismus und Bücher, die man einfach so herunterladen kann.

Unzählige “Was wäre wenn…?” Fälle wurden durchgespielt. So wurde auch über Arten des Bioterrorismus diskutiert, wie Greg Bear in seinem Buch “Quantico” beschreibt. Die amerikanischen Behörden nehmen diese Ideen ernst, schließlich wurde der Regierung nach den Anschlägen am 11. September 2001 vorgeworfen, nicht genügend an “unvorstellbare” Szenarios gedacht zu haben.

» Link zur Original-Meldung: USA Today

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 30. Mai 2007 um 12:14 Uhr veröffentlicht und wurde unter Aktuelles abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pingen ist im Augenblick nicht erlaubt.

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