Robotermärchen

RobotermärchenTitel: Robotermärchen
Original-Titel: Bajki robotów
Autor: Stanislaw Lem
Verlag: Suhrkamp [ST 856]
Erscheinungs-Jahr (in Deutschland): 1982
Zyklus: – (Einzeltitel)

Kurzbeschreibung: Märchen von Roboter für Roboter – so könnte man die Kurzgeschichten-Sammlung von Stanislaw Lem knapp beschreiben. Dabei handelt es sich keineswegs um Erzählungen im Sinne von Kindermärchen, sondern durchaus um anspruchsvolle und kritische Geschichten, erzählt in einer kunstvollen und variantenreichen Sprache, durchsetzt von einer großen Portion Parodie. Im Mittelpunkt stehen die metallischen und kristallischen Roboter, die in entfernten Welten im Kosmos leben. Die Menschen (die hier als “Bleichlinge”, “Teignasen” oder auch “Klebäugler” genannt werden) werden nur am Rande und – wenn überhaupt – nur in einer negativen Rolle dargestellt.

Drei Elektritter – Die Ritter Messinger, Eiserner und Quarzer machen sich nacheinander auf den Weg, das Volk der Kryoniden ihrer Schätze zu berauben. Wie sich herausstellt: ein schwieriges Unterfangen, denn die Edelsteine bestehen aus gefrorenem Gas.

Die Uranohren – Auf dem Planeten Aktinurioa herrschte ein böser Tyrann namens Archithor, der keinen Aufstand seines Volkes duldete. Bis es eines Tages dem Erfinder Pyron gelang, ihn zu überlisten und das Volk vom Joch zu befreien.

Erg Selbsterreg überwindet den Bleichling – König Schlagenot ist ein Sammler von Kuriositäten. Von seiner neuesten Errungenschaft – einem Bleichling – wird er aber auf das peinlichste überlistet, als dieser die Tochter des Königs ausschaltet. Erst der quecksilbrige Erg Selbsterreg kann helfen.


die weiteren Märchen…
» Die Schätze des Königs Biskalar
» Zwei Ungeheuer
» Der Weiße Tod
» Wie Winzlieb und Gigelanz die Nebelflucht auslösten
» Das Märchen von der Rechenmaschine, die gegen den Drachen kämpfte
» Die Räte des Königs Hydrops
» Der Freund des Automatthias
» König Globares und die Weisen
» Das Märchen vom König Murdas
» Zifferotikon

Jedes einzelne von Lems Robotermärchen ist ein Meisterstück spielerischen und anspielungsreichen, beispiellos erfinderischen und souverän parodistischen Erzählens, das jedenfalls in einem Punkt keinen Zweifel läßt: Science-Fiction bietet Möglichkeiten, die weit über die Grenzen der Konsumliteratur hinausweisen; Science-Fiction ist eine Möglichkeit, aktuelle Literatur in vollem Anspruch des Wortes zu entwerfen. – Heinrich Vormweg

Fazit: Neben “Solaris” und den “Sternentagebüchern” wohl das beste Werk von Stanislaw Lem.

Bewertung: 4 Punkte !4 Punkte !4 Punkte !4 Punkte !4 Punkte !

» dieses Buch bei Amazon | AbeBooks kaufen
» Stanislaw Lem-Bücher bei eBay | HitFlip | buecher.de suchen

Der Beitrag wurde am Sonntag, den 15. April 2007 um 18:59 Uhr veröffentlicht und wurde unter Einzeltitel abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pingen ist im Augenblick nicht erlaubt.

Eine Reaktion zu “Robotermärchen”

Jabojan
schrieb am 4. August 2008 um 09:07 Uhr

Das klingt richtig gut!

Einen Kommentar schreiben

Du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.