BattleTech: Der Preis des Ruhms
Titel: Der Preis des Ruhms
(Dritter Roman der Gray Death Trilogie)
Original-Titel: The price of glory
Autor: William H. Keith jr.
Verlag: Heyne [06/4630]
Erscheinungs-Jahr (in Deutschland): 1989
Zyklus: BattleTech
Kurzbeschreibung: Es läuft gut für die “Gray Death Legion”: nach einem erfolgreichen Feldzug im Dienst des Hauses Marik bereitet sich die Einheit auf die Rückkehr nach Helm vor. Dort wurden der Legion ausgedehnte Ländereien verpachtet, die nun ihr Zuhause sind. Bei der Ankunft bietet sich der Söldner-Einheit allerdings ein Bild des Grauens. Die bereits auf Helm angesiedelten Mitglieder des Grauen Tods sind entweder abgeschlachtet oder in alle Winde zerstreut und die Basis vernichtet worden. Plötzlich taucht eine Überzahl Marik-Truppen auf und attackiert Graysons Kompanie. Die Gray Death Legion ist verraten worden und dieses Mal scheint es kein Entkommen mehr zu geben.
Rezension: Der dritte und letzte Teil der Trilogie setzt auf das bewährte Muster der beiden Vorgänger: Verrat, Kampf gegen eine Übermacht, Guerilla-Krieg und ein taktisch gewitzter Hauptcharakter. Ein entscheidener Faktor dafür, daß dieser Teil der Trilogie kein warmer Aufguß der beiden anderen Bücher ist, ist das aktive Auftreten von ComStar! Jener geheimnisumwitterte Orden mit dem Komunikations-Monopol in der gesamten Inneren Sphäre, der nicht ohne Grund inoffiziell als das sechste der fünf großen Häuser bezeichnet wird.
Der Verrat nimmt auf Sirius V seinen Anfang, als die Gray Death Legion im Auftrag von Haus Marik die Hauptstadt Tiantan von Liao-Truppen befreit und danach den Planeten an ihren Auftraggeber, Lord Garth, Herzog von Irian, übergibt. Unmittelbar nach dem Abflug der Söldner explodieren die Glaskuppeln der Stadt und über 12 Millionen Menschen werden infolge der lebensfeindlichen Atmosphäre getötet. Wie Grayson erst sehr viel später erkennt, diente dieser barbarischer Akt einzig und allein dazu, die gesamte Söldner-Einheit zu diskreditieren. Vogelfrei und als Renegaten gebrandtmarkt wird der Graue Tod bereits von regulären Marik-Truppen bei der Ankunft auf Helm in Empfang genommen. Grayson, der bis dahin immernoch im Dunkeln tappt, erleidet schwere Verluste, u.a. fallen seine beiden Landungsschiffe in die Hand des Gegners. Grayson ist gezwungen mit seinen verbleibenden Mitgliedern der Einheit unterzutauchen, mühsam nach Teilen dieses Verschwörungs-Puzzles zu suchen und korrekt zusammenzusetzen.
Ein entscheidendes Teil dieses Puzzles fällt an seinen Platz, als Grayson’s persönlicher AsTech eröffnet, Spion für den Roten Herzog zu sein. Genau dieser Kurita-Herzog, gegen den er bereits mehrmals gekämpft hat und der für den Tod seines Vaters auf Trellwan verantwortlich ist. Eben dieser Herzog bietet nun seine Hilfe an, als er erkennt, daß es sich bei dieser Verschwörung um etwas sehr viel wichtigeres als die Gray Death Legion handelt. Auch Grayson sammelt weiter Informationen und stößt auf Hinweise auf ein verschollen und zerstört geglaubtes Sternenbund-Waffenlager, welches sich irgendwo auf Helm befinden soll.
Später fügen sich weitere Teile zusammen: ein abtrünniger ComStar-Präzentor ist der eigentliche Drahtzieher dieses Komplotts. Zusammen mit Lord Garth inszenierte er den Plan gegen die Gray Death Legion, da sie als Lehnsherren des Planeten Helm bei der Suche nach dem Sternenbund-Lager ein zu hoher Störfaktor darstellten. Der Plan wird durchkreuzt, als es Grayson gelingt das Sternenbund-Lager tatsächlich zu finden und sich dort vor den regulären Marik-Truppen, die nichts vom Komplott wissen, zu verschanzen. Die unzähligen Mechs, Waffen und Ausrüstungsteile sind allerdings nicht der ganze Schatz im Sternenbund-Lager. Etwas viel wertvolleres befindet sich ebenfalls dort: eine riesige Datenmenge von verlorengeglaubtem Wissen - LostTech - und genau das ist es, was auch der ComStar-Präzentor in die Finger bekommen will.
Fazit: Grandioser Showdown der Trilogie!
Bewertung: 




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